MONTHLY 1/12

Es ist der einunddreißigste Januar.
Der erste Monat des Jahres endet und ich kann es nicht fassen, dass die Floskel „wie die Zeit vergeht“ sich Monat für Monat, Jahr für Jahr immer mehr bewahrheitet.
Auch letztes Jahr saß ich am 31. Dezember kopfschüttelnd im Zug auf dem Weg zur Silvesterparty mit Freunden und konnte nicht begreifen, wie viel dieses Jahr passiert ist, aber vor allem, wie schnell sich Dinge ereignet haben.

Einen Jahresrückblick habe ich Euch für 2018 schon hier nieder geschrieben.
Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, mehr zu schreiben. Den Blog auf Vordermann zu bringen und euch mit schönen Worten über mein Jahr zu berichten, anstatt es über Instagram leicht zu konsumieren darzustellen.

Leider beschleicht mich so ein Gefühl, dass das Lesen von Blogs uninteressant wird und die Menschen sich lieber berieseln lassen von Macarons, rosa Wolken und einem einfachen „halloooo ihr Lieben“ in Form von Bild und Videos.
Ein ehrlicher Text, in dem viel Arbeit steckt, bei dem man zwei Mal ganz von vorne anfängt und so lange Sätze und Worte umstellt, bis er einem selbst gefällt, kommt nicht mehr gut an. Ist zu anstrengend zu lesen. Dauert zu lange.
Dabei merken wir – ich gehöre definitiv auch dazu – gar nicht, wie lange wir mit dem stumpfen Scrollen im Instagram Feed doch tatsächlich beschäftigt sind.

Ich hoffe dennoch, dass ich Euch nichts desto trotz mit diesem „Monthly“ für jeden Monat einen Einblick in mein Leben ermöglichen kann, welches sich in Zukunft – sogar schon im nächsten Monat – stark verändern wird (more to come…).

 

Das neue Jahr hat wunderbar begonnen. Mit guten Freunden, viel Raclette und französischem Wein, gemeinsam in Bremen, das Feuerwerk beobachtend, geborgen gefühlt.

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Allerdings war Anfang Januar nicht viel mit Neujahrsvorsätze umsetzen, Motivation ausleben und dabei ein wenig Runterfahren… Denn unsere Hochschule hat beschlossen, die Klausurenphase am 02. Januar zu beginnen. Mein erste Klausur schrieb ich erst am 08. Januar, allerdings lagen noch zwei Hausarbeiten an. Doch mit dem Ziel vor Augen, die letzten Klausuren meines Studiums zu schreiben, gelang es mir im Nachhinein doch ganz gut, alles zu lernen und fristgerecht abzugeben.

Das Gefühl, nachdem die letzte Klausur vorbei ist und man sich von seinen Freunden in die Semesterferien verabschiedet, ist immer irgendwie doof. Doch dieses Mal war es noch schlimmer: das kommende Semester ist eine Praxisphase, in der wir alle ein Pflichtpraktikum absolvieren – in den unterschiedlichsten Städten Deutschlands und der Welt.

Daher war es umso schöner, ein letztes Treffen gemeinsam mit den Uni-Mädels zu veranstalten. Kaffee durfte dabei natürlich nicht fehlen:

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Trotz eisiger Kälte taute das Wetter auf und ab Mitte des Monats gab es Sonne satt – zumindest für einige Tage.
Meine Motivation ist extrem abhängig von Wetter und Schlaf. Von ersterem vielleicht sogar noch mehr.
Die Kälte macht mir nichts, solange die Sonne meine Nase kitzelt und ich den Drang verspüre, an die frische Luft zu gehen, mich zu bewegen, Dinge anzupacken, die ich viel zu lange verdrängt habe… Doch wenn die Sonne Graupel weicht und ein grauer Tag den nächsten jagt, muss ich meinen inneren Schweinehund überwinden, überhaupt die Wohnung zu verlassen und Besorgungen zu erledigen. Geht es euch da ähnlich?

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Dieser Monat – alles anders.
Letzte Klausurenphase. Viele Umzüge von guten Freunden. Ein neuer Haarschnitt. Das Ende meines Nebenjobs.
Doch anders heißt nicht gleich schlecht.
Letzte Klausurenphase: ich habe den Großteil meines Studiums geschafft und blicke auf eine wunderbare Zeit mit tollen Menschen zurück.
Umzüge von Freunden: ich habe nun noch mehr Gründe, Braunschweig zu verlassen und meine Freunde in den unterschiedlichsten Städten zu besuchen.
Ein neuer Haarschnitt: glücklicherweise bin ich damit immer relativ zufrieden (aber kennt ihr die Situation: Friseur fragt nach dem Stylen „Und? Wie gefällt es Dir?“ Und man sagt „Super, sieht toll aus, danke.“ Dann verlässt man den Laden und denkt sich: ach du liebes bisschen…)
Das Ende meines Nebenjobs im Hey Store: ich habe unfassbar viel gelernt in den vergangenen Monaten und viele neue Kontakte geknüpft, bei denen ich mich freue, sie aufrecht zu erhalten.

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Das letzte Wochenende dieses Monats durfte ich in Berlin bei einer Freundin verbringen, die auch aufgrund des Studiums dorthin gezogen ist.
Gemeinsam haben wir das Vabali in Berlin besucht – ein Spa mit Pools, Saunen, Ruheräumen und wirklich tollen Anwendungen. Ich kann es euch wirklich nur ans Herz legen.

Folgende Gedanken habe ich bereits auf Instagram mit euch geteilt:

Was soll ich sagen? Berlin ist eine Stadt für sich. Die Atmosphäre nimmt einen sofort ein, allerdings befindet sich die Stadt stetig im Zwiespalt zwischen cool sein und cool wirken, aufgesetzt oder authentisch, Oberklasse oder obdachlos. Berlin vs. Berlin.
Und dann, wenn man die Wolldecken auf den notdürftigen Matratzen auf den Straßen im Kontrast zum Wellness im Spa, mitten in der Innenstadt, sieht, spürt man auf einmal ganz große Dankbarkeit und Wehmut. Dann schätzt man alles wert, dann sieht man, wie viel Glück man hat. Berlin vs. Berlin.
Ich habe dieses Wochenende mehr als genossen und es zeigt mir wieder einmal, für wie selbstverständlich wir unser Umfeld und unseren Sozialstatus halten. Dankbarkeit als oberste Priorität…

Und damit schließe ich den Januar und auch diesen Blogpost ab.

Neues Jahr, gleiches Denken. Bewusstsein für die schönen Dinge. Doch noch viel mehr Bedacht und Wehmut. Nachhaltigkeit, Verantwortung, Emotionen, Veränderung.

Der Februar hat viel zu bieten.

Kuss, eure Adina

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