MY ARABIAN EXPERIENCE – PART TWO

… CARRYING ON.

Gestern den Tag über habe ich mächtig Sitzfleisch für den Schreibtisch gebraucht, um mir mehrere Stunden lang Buchführung und Kosten- und Leistungsrechnung in mein Gehirn zu prügeln… und das hört auch jetzt noch nicht auf. Wäre ein Tag doch nur 26 Stunden lang. Aber jetzt finde ich erst einmal die Zeit, PART TWO meiner arabischen Erfahrungen für euch zu verfassen. Nach diesem – für mich super entspannenden – Schreiben des Blogs geht es dann wohl nochmal an die Buchungssätze…
ABER: Nichts desto trotz ignoriere ich jetzt den großen Blätterhaufen links und den Taschenrechner rechts und konzentriere mich auf die große Tasse Kaffee AUF dem Blätterhaufen und dem Laptop vor meiner Nase. Here we go.

24. FEBRUAR – DUBAI CREEK

Dubai ist eine unglaubliche Stadt, keine Frage. Aber wie unglaublich sie ist, wird einem gar nicht so klar, wenn man durch die Straßen, zwischen den SKyscrapern dieser Stadt wandert. Ein Blick von außen auf das große Ganze lässt einen erst so richtig staunen.
Die Fahrt auf dem Dubai Creek (ein Meeresarm des Persischen Golfes, der Dubai in der Hälfte teilt) mit einer traditionellen Dhau (ein spezieller Segelschiffstyp des Indischen Ozeans) hat einem die Sprache verschlagen, den Mund offen stehen und die Spucke weg bleiben lassen. Hier nur drei kleine Sneakpeaks, die euch annähernd das Gefühl der boomenden Stadt – von außen betrachtet – vermitteln sollen:
Kleines PS: der Burj Khalifa, der die Skyline Dubais eigentlich ziert, ist am anderen Ende der Stadt. Falls jemand ihn gleich auf den Bildern vermisst.

IMG_0404
HÖHER
IMG_0418
GRÖSSER
IMG_0436
WEITER


24. FEBRUAR – DUBAI, DUBAI MALL, WASSERSPIELE

Ihr habt richtig gehört. Wasserspiele. Ihr wisst aus meinen Texten aber wahrscheinlich auch von anderen Berichten über Dubai: für diese Stadt kann es nie genug sein. Oft ist es zu viel, zu pompös, zu übertrieben.

Aber an diesem Abend, in dieser Atmosphäre, um diese Uhrzeit, mit dieser Musik, an diesem Ort hat Dubai alles richtig gemacht. Es war nicht zu viel. Es war nicht zu protzig. Es war genau richtig. Es war unser Gänsehaut-Moment.

Ein Wasserspiel, so groß, wie ihr es euch nicht vorstellen könnt. Fontänen – bis zu 30 Meter hoch. Fontänen – hunderte an der Zahl. Musik – zum Weinen, Tanzen, Nostalgie und Melancholie verspüren. Weiter unten findet ihr ein Video der Fontänen-Choreografie zu dem Lied, das diesen einen richtigen Moment einzigartig gemacht hat. Céline Dion und Andrea Bocelli zauberten eine Stimmung, die einen vergessen ließ, dass man in einer schnelllebigen und hektischen Stadt ist. Für den Moment war man ein Zuschauer vom großen Ganzen, distanziert aber auch mittendrin. Mich haben die Gefühle überwältigt und zu Tränen gerührt. Auch jetzt, wenn ich das Lied noch einmal, noch zweimal höre, bin ich wieder zurückversetzt – in den Moment, der für mich wohl einer der emotionalsten dieser Reise war.
Für Gänsehaut: hier klicken und danach noch einmal die Fotos anschauen.

 

25. FEBRUAR – PERSISCHER GOLF, GEBURTSTAG

Am Morgen des 25. Februars ging es für meine Mama und mich (für Mama deutlich überraschender als für mich) nicht in den üblichen Frühstücks-Saal. Wir fuhren eine Etage zu weit nach unten, bogen zwei mal links und einmal rechts ab und fanden uns in dem eigentlichen Steak-Restaurant wieder, in dem ich für den Morgen einen Geburtstags-Brunch samt Etagere, Pfannkuchen, Rühreiern, frisch gepresstem Orangensaft und Sekt für meine Geburtstags-Mama organisiert habe. Lasst euch sagen: Es war ein Traum!

Den Ehrentag meiner Mama verbrachten wir auf dem Persischen Golf. Wir hatten einen Seetag. Das Wetter spielte morgens noch nicht ganz mit und es fiel ein leichter Nieselregen aus den Wolken über Dubai, der uns mit einem bereits gewohnten „Sail away, sail away, sail away“ und einem Cocktail in unseren Händen aus dem Hafen der atemberaubenden Stadt hinaus begleitete. Den ganzen Tag waren wir unterwegs, nachmittags zeigte sich die Sonne und prompt krochen die rund 2.700 Passagiere der AIDAStella aus ihren Kabinen hinaus auf das Pooldeck, auf dem schlagartig alle Liegen mit Handtüchern – komischerweise größtenteils nicht mit den Besitzern dieser – bedeckt waren. Ach ja, wie ich die deutschen Sitten doch liebe – *hust*.
Kurze Anekdote: neben uns auf den Liegen hatte sich ein älteres Ehepaar niedergelassen, das nicht lang fackelte, Handtücher ausbreitete und ein seltsames Band um diese spannte… bei näherem Betrachten konnte man auf dem einen Band den Schriftzug „bin kurz ein Bier holen“ und auf dem anderen „bin gleich wieder da“ lesen… Dazu muss ich wohl nichts mehr sagen, oder? *Augenverdreher aber kleines Schmunzeln im Gesicht*

26. FEBRUAR – MUSCAT, OMAN

Oman. Für mich hört sich der Name dieses Landes so wunderschön an und genauso schön ist dieses Land auch. Angekommen im Hafen der Hauptstadt des Omans – Muscat – frühstückten wir zunächst beim Anlegen an den vorletzten Pier unserer Reise mit der Sonne über uns, die noch einmal zeigte, was sie den Tag zuvor verheimlicht hatte.
Nach dem Frühstück ging es auch bereits los zum letzten gebuchten Ausflug der AIDA – Mystisches Muscat – in die große Moschee, zum Bait-Al-Zubair-Museum und zum Al-Alam-Palast.
Das Schönste an diesem Ausflug war die Moschee, in der man Barfuß laufen konnte (sollte) und den warmen, weichen  Marmorboden unter den Füßen spürte, das Essen der Datteln im Schatten neben der Moschee nach der Besichtigung und die Informationen einer der Angestellten in der Moschee, die uns während der Dattel-begleiteten Pause über ihre geliebte Religion und einen Tagesablauf erzählte, der es vorsieht, fünf mal täglich zu beten. Kaum vorstellbar für uns. Das Ritual des Betens in dieser – für mich neuen – Religion ist ein völlig neues und anderes und ich bin von der Disziplin und dem starken Glauben fasziniert.

Am Abend des 26. Februars feierten wir schließlich noch unter dem Motto „AIDA ALAAAFS YOU“ auf dem Pooldeck ein rauschendes Karnevalsfest samt Karnevalsumzug, der für uns die versäumten Feierlichkeiten der Heimatstadt mehr als ersetzte. Köche, Animateure und Barkeeper in Kostümen plus Trommeln? Ein herrlicher Anblick. Ich muss gestehen, ich hätte gerne mitgemacht.

27. FEBRUAR – PERSISCHER GOLF – ABU DHABI – LAST STOP

Abu Dhabi – here we are again. 4 Städte und 4 Länder in einer Woche zu bereisen schafft doch sonst nur Flash, der Superheld, oder? Ein Wahnsinns-Urlaub. Alles ging total schnell doch als wir nach einer weiteren See-Nacht und einem halben See-Tag wieder in unserem Start-Hafen in Abu Dhabi ankamen, war der Urlaub noch nicht vorbei.
Für uns ein MUSS war der bereits zweite Besuch in der großen weißen Moschee, diesmal bei Nacht. Die bei Tage umher wandernden Touri-Gruppen waren am späten Abend bereits auf ihre Schiffe und ihre Hotels zurück gekehrt und so bot sich uns ein Anblick durch die menschenleeren Gänge und Hallen der Moschee, der einmalig war.

 

Beeindruckt von der Schönheit dieses pompösen Gebäudes und vertieft in das Lebensgefühl des Orients beschlossen wir, noch nicht auf das Schiff zurück zu kehren sondern unseren Nacht-Ausflug noch um ein Erlebnis zu verlängern, um in das bekannte Emirates Palace Hotel zu fahren. Dieser Stop machte unsere – sowieso schon spektakuläre und außergewöhnliche – Reise komplett. Der netteste Taxifahrer der Welt fuhr die gigantische Einfahrt des Hotel hinauf, ließ uns – zwar nicht ganz märchenhaft – in der Tiefgarage raus und beschrieb uns den Weg in die Hotellobby. Dort überschlugen sich all unsere Sinne. Überwiegend der Sehsinn, denn die warme Farbe, dieses gelblich-güldene Licht was von den Wänden, Decken und vom Boden strahlte… war alles Gold (na gut, mehr oder weniger goldenen Farbe aber auch unzählige Mengen an vergoldeten Säulen und Elementen).


Zur absoluten Krönung des Urlaubs machte auch unser Geschmackssinn noch Freudensprünge. Denn: das Emirates Palace ist unter Touris auch als der Ort bekannt, an dem man sich Kaffee mit Goldstaub servieren lassen kann. Und so sieht er aus, der stolze 15€-Kaffee mit 24-Karat Blattgold:

IMG_0675

… und wie er schmeckt? Das ist jetzt eurer eigenen Fantasie überlassen.

So endet DIE Reise meines 18-jährigen Lebens. DIE Reise, die mir eine vollkommen neuartige Kultur zeigte und mich mit staunenden Augen durch vier unterschiedliche Länder (Staaten), vier unterschiedliche, auf ihre eigenen Arten und Weisen wunderbaren Städte wandern ließ.
DIE Reise, für die ich unendlich dankbar bin, gemacht haben zu dürfen.
Ich hoffe, ich konnte euch einen wunderbaren Einblick in meine fantastische, arabische Erfahrung bieten und wünsche euch, dass ihr alle auch einmal diese Orte bestaunen könnt.

United Arab Emirates, I love you. We’ll see us again.

Eure Adina

 

2 Antworten auf “MY ARABIAN EXPERIENCE – PART TWO”

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s